Gulisastraße 40
56072 Koblenz-Güls
Die kurz nach 1200 erbaute alte St.-Servatius-Kirche mit ihrem älteren Turm gehört zu den bedeutenden spätromanischen Dorfkirchen am Mittelrhein.
Das kompakte Innere überrascht mit einer reichen Architekturgliederung. Reste von Wandmalereien zeigen die acht Seligpreisungen der Bergpredigt. Unter dem stark erhöhten Altarraum mit einer gotischen Statue des hl, Servatius befand sich einst das Beinhaus des Kirchhofs.
Mit ihren dem Himmel zueilenden nadelgleichen Turmspitzen ("Gülser Zahnstocher") prägt die 1833-40 erbaute Pfarrkirche St.-Servatius Güls und das Moseital.
Johann Claudius von Lassaulx' lebendiger steinsichtiger Bau in neoromanischen Formen ist eine weite dreischiffige Halle mit schlanken Pfeilem, die zum Altar strebt und ihn zugleich umfängt. Ihr Inventar stammt weitgehend aus der alten Kirche.